Mitspieler*innen aus der Stadtge-sellschaft

 

Schwerpunkt „Flucht, Migration und Heimat“

Theater mit Kindern, Jugendliche und allen Generationen: Bürgerbühne

Im Jungen Theater gibt es eine lange Tradition von Spielclubs. Derzeit existieren ein Kinder- und ein Jugendspielclub (Kids Club bzw. Jugend Club), die beide mit dem Schuljahr beginnen und am Ende des Schuljahres mit einer Aufführung auf der Studiobühne enden. In der Spielzeit 2015/16 hat der Jugend Club sein Format verändert, ein kurzes Stück auf dem Brechtfestival aufgeführt und anschließend einen Film produziert.

Seit der Spielzeit 2013/14 hat sich das Repertoire des JTA erweitert: Jedes Jahr wird seitdem ein Bürgerbühnen-Stück realisiert. Die mitspielenden Expert*innen des Alltags kommen jeweils für das Thema des Stücks aus der gesamten Stadtgesellschaft. Der Spielort befindet sich meistens im öffentlichen Raum, bei „Letzte Heimat“ z.B. auf einem Friedhof. In diesen Stücken werden alltagsrelevante Fragen bearbeitet, brisante Themen der Stadtgesellschaft beleuchtet, es geht um Augsburg, um Heimat, um die Möglichkeiten eines friedlichen und demokratischen Zusammenlebens in unserer vielfältigen Gesellschaft. Besonders in diesem Format entstehen die Texte aus den Biografien der Mitspieler*innen.

Das Junge Theater bietet auch Bürgerbühnen-Stücke speziell für Kinder und/oder Jugendliche an. So z.B. „Somme(r) 16“ mit Grundschüler*innen und Realschülern der umliegenden Schulen zum Thema „ Wieso heißt die Straße, in der das Theater steht, Sommestraße?“ – also zum Thema Erster Weltkrieg (Schlacht an der Somme) – und „Das Viertel, in dem ich wohne“. 2016 wurde ein Stück mit geflüchteten Jugendlichen entwickelt, „MutBürger“. Der Themenblock „Flucht, Migration und Heimat“ ist in den letzten Jahren ein Schwerpunkt in der gesamten Arbeit des Jungen Theaters geworden. Für 2017 ist bereits ein Tanzprojekt mit Jugendlichen geplant.